Marinearsenal Wilhelmshaven: Hafeninfrastruktur für die Zukunft sichern
Marinearsenal Wilhelmshaven: Hafeninfrastruktur für die Zukunft sichern
Das Marinearsenal in Wilhelmshaven ist ein zentraler Wartungs- und Reparaturbetrieb für Schiffe. Um die Kapazitäten zu erweitern und die bestehende Infrastruktur zu modernisieren, wird der Ausbau der Kaje B sowie die komplette Sanierung der Kaje A geplant und umgesetzt. Ein komplexes Bauvorhaben im laufenden Betrieb, das höchste Anforderungen an Planung und Koordination stellt.
Ziel & Anforderungen
Ziel des Projekts ist die Erweiterung der Liegekapazitäten sowie die umfassende Sanierung der bestehenden Kaje „B“ inklusive nachgelagerter Infrastruktur. Besondere Anforderungen ergeben sich aus dem laufenden Betrieb des Marinearsenals, hohen technischen Lastannahmen sowie komplexen wasserbaulichen, konstruktiven und infrastrukturellen Randbedingungen.
Umsetzung
Es wird eine Kajenverlängerung um ca. 130 m mit einer Wassertiefe von 10 m geplant, ausgeführt als kombinierte Spundwandkonstruktion mit Rückverankerung durch Stahlpfähle und Ortbetonrammpfähle. Ergänzend erfolgt der Neubau eines Stahlbetonholms mit tief liegender Pierplatte, neuer Poller bis 1.750 kN Zuglast sowie oberirdischer Landanschlusscontainer und befestigter Betriebsflächen.
Parallel wird die Sanierung der Bestandskaje geplant, einschließlich Zustandserfassung (Taucherei), Spundwandsanierung, Betoninstandsetzung, Erneuerung von Blockfugen, Pollern und Kajenausrüstung sowie der Neuordnung der Energieversorgung.
Zusätzlich erfolgt die Neuordnung der Trink- und Löschwasserversorgung mit Netztrennung, Neubau einer Löschwasser-Trennstation, neuen Trink- und Löschwassernetzen sowie eines Betriebsgebäudes. Die Verkehrsanlagen werden neu hergestellt und ein Logistikkonzept zur parallelen Nutzung der Flächen während der Bauzeit entwickelt.
Ergebnis
Mit dem Projekt entsteht eine zukunftsfähige, leistungsstarke Hafeninfrastruktur, die zusätzliche Schiffsliegeplätze schafft, die Betriebssicherheit erhöht und den dauerhaften Betrieb des Marinearsenals während der Baumaßnahmen sicherstellt.
Bauherr
Staatliches Baumanagement Region Nord-West
Leistungen
Bestandserkundung und Vermessung, UVP-Vorprüfung, Schallprognose, Variantenuntersuchungen, Koordination gutachterlicher Stellungnahmen
HOAI
Ingenieurbauwerke: LPH 2–8, HZ III
Verkehrsanlagen: LPH 2–8, HZ III
Tragwerksplanung: LPH 2–6, HZ II–III
Technische Ausrüstung: LPH 2–3, HZ II
Örtliche Bauüberwachung
Besonderheiten
Hafen- und Wasserbau im laufenden Betrieb
Kajenverlängerung und -sanierung aus einer Hand
Hohe technische Lasten (Poller bis 1.750 kN)
Komplexe Spundwand- und Pfahlgründungen
Neuordnung von Verkehrs-, Energie- und Löschwassersystemen
Sicherstellung des Betriebs im Marinearsenal während der Bauzeit



