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Unterelbe und Nord-Ostsee-Kanal: Präzisionsnivellement

Unterelbe und Nord-Ostsee-Kanal: Präzisionsnivellement

Durchführung eines Präzisionsnivellement an der Unterelbe zwischen Hamburg und Cuxhaven sowie am Nord-Ostsee-Kanal von Brunsbüttel bis Kiel.

Netzuebersicht 211638 Luehesand LU 211638 3 Hochdonn LU 211638

Ziel & Anforderungen

Viele Arbeiten der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung (WSV), wie z.B. Neubau- und Unterhaltungsmaßnahmen, setzen einwandfreie Höhenbestimmungen voraus. Die geforderten Höhen werden mit der notwendigen Genauigkeit durch Präzisionsnivellements I. Ordnung bestimmt, die den übergeordneten Rahmen herstellen und an denen die örtlichen Nivellements angeschlossen werden. Den bisherigen Höhen lagen Nivellements aus dem Jahre 1996 zugrunde. Durch Punktausfälle, sowie Höhenveränderungen wurde ein Wiederholungsnivellement erforderlich, um für die laufenden Arbeiten der WSV neue Höhen zur Verfügung zu haben. Die Aktualisierung aller Planunterlagen, die örtliche Überprüfung, sowie ggf. Neuvermarkung der Höhenfestpunkte (HFP) erfolgte durch die beteiligten Wasserstraßen- und Schifffahrtsämter (WSA).

Die Arbeiten wurden nach den Vorgaben der Feldanweisung für die Präzisionsnivellements zur Erneuerung und Wiederholung des Deutschen Haupthöhennetzes (DHHN) im Zeitraum 2006 bis 2011 durchgeführt.

Umsetzung

Die Arbeiten erfolgten mit bis zu vier Messtrupps, parallel auf beiden Uferseiten. Zusätzlich wurde zu jeder Ablesung der Temperaturwert an der Nivellierlatte erfasst, um die Ablesungen bei der späteren Auswertung entsprechend korrigieren zu können.

Als Beobachtungsverfahren wurde das Nivellieren aus der Mitte mit gleich langen Zielweiten angewendet. Um den Einfluss der bodennahen Refraktion gering zu halten, hatte der Zielstrahl einen Mindestabstand von 1,00 Meter zum Erdboden.

Die Ablesereihenfolge auf den Instrumentenstandpunkten erfolgte durch alternierende Beobachtungen im Rück- und Vorblick (RV, VR, ...). Das Präzisionsnivellement wurde als Doppelnivellement ausgeführt, d. h. die einzelnen Nivellementstrecken wurden im Hin- und Rückweg beobachtet. Die Messdaten wurden am Ende eines Messtages auf Festplatte gesichert. Für die Vorverarbeitung von Rohdaten aus Nivellements wurde das Programm „VRONI“ von der Bezirksregierung Köln, Abteilung 7 (GEObasis.NRW, ehemals Landesvermessungsamt Nordrhein-Westfalen) eingesetzt.

Zusätzlich wurde von jedem gemessenen Höhenfestpunkt eine Fotodokumentation erstellt.

Bei der Messung der 12 Stromübergänge mit sehr unterschiedliche langen Zielweiten wurden mit der klassischen Stromübergangsausrüstung der Firma Zeiss Oberkochen durchgeführt.

Ergebnis

Ein einheitlicher aktueller Höhenbezug für die Arbeiten der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung.

Bauherr

Bundesanstalt für Gewässerkunde

Leistungen

Durchführung von Präzisionsnivellements

Kennzahlen

1.406 Höhenfestpunkte
613 km Nivellementsweglänge
12 Stromübergangsmessungen
3 GNSS-Höhenübertragungen

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